Tankstellen

Tankstellen, ich hätte ja nie im Leben gedacht das ich mal einen Bericht über Tankstellen verfassen müsste. Aber nachdem ich jetzt fast 6 Jahren nicht mehr mit einem Kraftfahrzeug an der Tankstelle tanken war muss das jetzt sein. Was sich da in der kurzen Zeitspanne alles verändert hat, unglaublich.

Tankstellen vor etwa 30 Jahren und heute - Entwicklung

Auch da war ich schon sehr häufig im Ausland mit einem Motorfahrzeug unterwegs weil es damals noch purer Luxus war eine Fernreise mit dem Flieger zu machen. So unternahm man nachdem man sein erstes Auto gekauft hatte erst mal Autoreisen. Man packte ein Zelt in den Kofferraum von einem PKW und fuhr nach Frankreich, Italien oder Griechenland. Damals war das ja an den Tankstellen, egal in welchem Land das war, alles ziemlich Einheitlich.

Vor knapp 30 Jahren, da brauchte man sich als junger Erwachsener überhaupt keine Gedanken daran verschwenden ein Auto das mit Diesel betrieben wird zu kaufen. Die Dieselfahrzeuge galten damals schon als wahre Ruß-schleudern, das wollte man nicht haben. Die Benzinpreise die lagen damals zwischen 70 und 80 Pfennige als ich meinen Führerschein hatte und mein erstes Auto gekauft habe. Das ging schon damals ziemlich schnell wie die Spritpreise angezogen sind, ähnlich wie heute.

Und wenn ich mir das richtig überlege, damals hatte ich am Anfang jeden Tag für 10 Mark getankt um mit dem Auto nur zum Spaß durch die Gegend zu fahren und dabei laute Musik zu hören. Das war eben damals Hipp bei uns Jugendlichen. Damals war ich auch noch in der Ausbildung als ich mein erstes Auto auf Kredit gekauft habe. Mein Ausbildungsplatz lag in meinem Wohnort, da konnte ich morgens zu Fuß hin laufen. Ich denke wenn man heute genauso nur zum Spass mit dem Auto fahren würde das man da in etwa 300 Euro im Monat tanken gehen müsste. Mein erstes Gehalt als Geselle, lag damals bei 1700 Mark Netto. Heute bekommt man bestimmt als lediger Geselle 1700 Euro Netto Lohn im Monat. Fazit: bei den Spritpreisen hat sich gegenüber damals kaum was geändert wenn man das an der Kaufkraft messen würde. Erst ab etwa 1990 kauften sich so mancher Kumpel einen Golf Diesel weil die Benzinpreise immer weiter in die Höhe gingen. So ein VW Golf Diesel der hatte in der DIN-Norm einen Verbrauch von 5 Liter auf 100 Kilometer wenn man sparsam fuhr.

Zugreisen Kontra Autoreisen

Das kann man doch vergessen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Jetzt hatten die beinahe 100 Jahre Zeit um ein vernünftiges Konzept zu erarbeiten um die Leute in die öffentlichen Verkehrsmitteln zu bekommen. Die die kein Auto haben die nutzen den Zug oder den Bus. Die anderen, die wären schön blöd wenn die auf die Bahn umsteigen würden. Der Anreiz für die Zugreisen, worin soll der liegen? bei den Preisen bestimmt nicht. Also, es ist genauso teuer mit der Bahn oder dem Bus zu fahren wie mit dem eigenen Auto wenn man als einiger Insasse unterwegs ist.

Als nächstes das Chaos mit den Fahrplänen und den Anschlüssen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, ich finde das echt traurig das man das nicht richtig machen kann. Die Tankstellen, da muss man ja noch Unterscheidungen treffen um das besser erläutern zu können weil nicht alle über einen Kamm zu scheren sind.

Tankstellen in Deutschland

Damals, vor etwa 30 Jahren, ich kann ja nur erzählen was ich selbst erlebt habe, damals gab es schon keinen Tankwart mehr in Deutschland der an der Zapfsäule stand wie heute an so mancher Tankstelle in Deutschland. In anderen Ländern in Europa gab es das hin und wieder noch, einen Tankwart an der Tankstelle dem man nur sagen musste wie viel Kraftstoff man tanken will. Man konnte manchmal sogar direkt beim Tankwart an der Zapfsäule bezahlen. Klar, jetzt will man die Kunden in den Tankstellenshop leiten damit die dazu verleitet werden können noch was anderes zu kaufen als nur Benzin.

Das Wohnmobil das ich jetzt fahre, mit dem muss ich Diesel an den Tankstellen tanken. Das ist ja nichts neues ich fuhr vor 6 Jahren auch schon ein Wohnmobil das mit Diesel betrieben war. Damals fuhr man mit dem Wohnmobil ganz einfach an die Zapfsäule wo Diesel dran stand. Und heute, da liegt die am bequemsten erreichbare Zapfsäule so das man dort nur das teurere Diesel V-Power bekommt. Angenommen da kommt jetzt ein Franzose das erste mal in Deutschland an eine Tankstelle und will Diesel tanken, der nimmt dann das teure weil er das andere nicht findet und ruiniert sich womöglich noch den Motor.

An den Zapfsäulen befinden sich ja auch diese runden Aufkleber wo jeweils zu lesen ist um welchen Kraftstoff es sich dabei handelt den man gerade in seinen Tank füllt. Jetzt habe ich 5 Liter V-Power-Diesel in meinem Tank das angeblich den Motor reinigen soll. Nochmal Glück gehabt jetzt weiß ich das man in Deutschland an den Tankstellen schon beinahe ein Navi braucht um die richtige Zapfsäule zu finden.

Warum wird das alles komplizierter anstatt leichter in Deutschland frage ich mich. Ein Freund antwortete darauf: weil man versucht die Leute zu schröpfen wo es nur geht. Da mag er wohl recht haben.

Tankstellen auf der Autobahn

Letzt habe ich da noch geschimpft als ich beim Griechenland Urlaub im Mietwagen unterwegs war über die Tankstellen dort auf deren Autobahnen. Aber in Deutschland ist das ja noch schlimmer als dort. Früher wusste man an den Tankstellen auf der Autobahn in Deutschland da gibt es saubere sanitäre Einrichtungen, dafür war das tanken auf der Autobahn etwas teurer als an einer Landstraße. Warum musste man das nur ändern. Man stelle sich mal vor: Ein Tourist aus Frankreich fährt mit seinem Auto das erste mal auf eine Autobahn in Deutschland. Unterwegs merkt der Autofahrer das er mal für kleine Jungs dringend muss. Auf den letzten Drücker schließt er sein Fahrzeug ab und beeilt sich um aufs Stille Örtchen zu kommen und dann das: Das Geld bei der Frau im Auto gelassen, man steht vor einem Drehkreuz wo man beim Passieren Münzen einwerfen muss, einfach unglaublich. Da hätten die besser einen Mann hin gestellt der vor sich einen Teller hat wo man Münzen drauf legen kann, das wäre viel sinnvoller.